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Blue Monday: comment ne pas donner une chance à la mauvaise humeur

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By Christina Holl on le 14 janvier, 2021 à 9:46

Weiterhin spielen Führungskräfte eine wesentliche Rolle dabei, wie gut ihr Unternehmen und die Mitarbeiter durch die andauernde Pandemie kommen. Robert Half gibt zusammen mit Nic Marks, dem Gründer von Friday Pulse, ein paar praktische Tipps, um den „Blue-Monday-Blues“ am 18. Januar (und jedem anderen Tag des Jahres) zu besiegen.

In diesem Artikel lesen Sie:

Blue Monday – der traurigste Tag des Jahres

Am 18. Januar ist der sogenannte Blue Monday – er gilt als der deprimierenste Tag des Jahres und geht auf den britischen Psychologen Cliff Arnall von der Universität Cardiff zurück. Er hat eine Formel entwickelt, mit der er nach eigenen Angaben den traurigsten Tag im Jahr errechnen kann. Zugegeben, wirklich wissenschaftlich lässt sich das wohl nicht beweisen. Trotzdem reichen für die meisten in dieser kalten Jahreszeit ein Blick aus dem Fenster, die bereits jetzt über Bord geworfenen Neujahrsvorsätze oder die aktuellen Nachrichten zur Corona-Pandemie, um schlechte Laune zu bekommen. Die gute Nachricht: Führungskräfte können die Stimmung ihrer Mitarbeiter bei der Arbeit beeinflussen.

Daher haben wir uns mit Nic Marks, einem führenden Londoner Statistiker, Experten für Wellbeing und Gründer von Friday Pulse, ausgetauscht und Tipps zusammengestellt, wie Sie den „Blue-Monday-Blues“ besiegen können.

Hat sich Glücklichsein seit 2019 verändert?

Happiness-KPI Friday PUllse

Die Kunden von Friday Pulse haben die Möglichkeit, ihre Zufriedenheitswerte jede Woche zu verfolgen. Die Grafik ist eine Momentaufnahme des Glücks am Arbeitsplatz in den Jahren 2019 und 2020. Dabei zeigt sich ein deutlicher Unterschied. Im Jahr 2019 gab es eindeutige Zufriedenheitsspitzen während der Ferienzeiten – zu Ostern, im Sommer und zu Weihnachten. Das ist nachvollziehbar, denn Menschen sind glücklicher, wenn sie frei haben.

Als die Covid-19-Pandemie im März 2020 anfing, stürzten die Zufriedenheitswerte jedoch ab. Es dauerte bis zum Ende des Jahres, bis sie wieder auf das normale Niveau angestiegen waren. Aufgrund der Corona-Beschränkungen gab es im Jahr 2020 eigentlich keine saisonalen Spitzenwerte und einen viel niedrigeren Wert während der letzten Weihnachtsferien. Dies führte dazu, dass der durchschnittliche wöchentliche Glückswert für 2020 um vier Punkte niedriger lag als der für 2019 (67 vs. 71 Punkte).

Ein geringeres Glücksgefühl führt zu geringerer Leistung. Friday Pulse schätzt, dass ein Rückgang um vier Punkte einen Verlust von jährlich ca. 1.200 Euro pro Mitarbeiter ausmacht (geringere Produktivität und erhöhte Gefahr der Kündigung). Glück hat also sehr konkrete Kostenauswirkungen.1

Eine kürzlich von Robert Half durchgeführte internationale Studie unter 1.500 Führungskräften spiegelt ebenfalls die Glücksdaten von Friday Pulse wider. Laut der Befragung sind sich 37 % der Arbeitgeber bewusst, dass ihre Mitarbeiter aufgrund der andauernden Pandemie eine hohe Arbeitsbelastung bewältigen und kurz vor einem Burn-out stehen. Als Reaktion darauf haben 42 % der befragten Unternehmen begonnen, Ressourcen für die psychische Gesundheit bereitzustellen. 32 % bieten allgemeine Wellness-Programme zur Unterstützung ihrer Mitarbeiter an.

Es gibt also immer noch Grund zur Hoffnung, dass 2021 ein besseres Jahr wird – zumal wir wichtige Erkenntnisse aus dem Jahr 2020 mitnehmen. Das Wohlbefinden der Mitarbeiter steht für die meisten Unternehmen definitiv im Mittelpunkt. In früheren Blogs haben wir darüber gesprochen, wie wichtig es ist, empathisch zu sein, vernünftige Erwartungen zu setzen, einander mehr Wertschätzung entgegenzubringen und in Kontakt zu bleiben. 

Wie man schlechte Stimmung am Blue Monday besiegt

Das vielleicht grösste Problem seit Beginn der Pandemie ist, dass sich viele von uns zermürbt und ausgelaugt fühlen. Es gibt ein weit verbreitetes Gefühl der Frustration, der Traurigkeit und des Kummers über die Ereignisse des vergangenen Jahres.

Die Herausforderung lautet deshalb: Wie können wir unsere Batterien wieder aufladen? Wo können wir wieder Energie bekommen – vor allem für unser Arbeitsleben?

1. Kontakt zu anderen suchen

Millionen Menschen sitzen aktuell die meiste Zeit in ihren eigenen vier Wänden. Da bleibt der persönliche Kontakt zu anderen schnell auf der Strecke. Wenn wir uns mit unseren Kollegen austauschen und eine Bindung zu ihnen aufbauen (auch aus der Ferne), macht das die Arbeit einfacher und angenehmer - getreu dem Motto: geteiltes Leid ist halbes Leid. So können Mitarbeiter negativen Erlebnisse bei der Arbeit eher ausgleichen und sie fühlen sich weniger gestresst.

Vorgesetzte können sogar noch einen Schritt weiter gehen, indem sie Teammitglieder, die befreundet sind, gemeinsam an Projekten arbeiten lassen. Das ist vielleicht nicht immer die effizienteste Nutzung der Zeit, aber es macht den Mitarbeitern zweifellos viel mehr Spass. Und Spass am Arbeitsplatz ist schliesslich gut für das Wohlbefinden der Mitarbeiter (ganz zu schweigen von der Produktivität auf lange Sicht). 

2. Abwechslungsreiche Arbeit fördert die Motivation

Wenn Sie das Gefühl haben, dass sich Ihre Mitarbeiter im Hamsterrad drehen und immer das Gleiche ansteht, sollten Sie Ihnen abwechslungsreichere Aufgaben geben. Es geht darum, die Dinge wiederzuentdecken, die wir an der Arbeit lieben. 

Erlauben Sie Ihren Mitarbeitern, sich Zeit für eigene Herzensprojekte zu nehmen, die auch Ihr Unternehmen weiterbringen. Die genutzte Zeit kann sich als positiv für alle im Team erweisen. Manche Mitarbeiter wissen vielleicht gar nicht, was sie an ihrer Arbeit lieben. Geben Sie ihnen die Freiheit, es herauszufinden und unterstützen Sie ihre Interessen.

Sprechen Sie mit Ihren Mitarbeitern und finden Sie heraus, was ihre Stärken sind, nicht nur, welche Aufgaben sie effizient erledigen. Das motiviert sie wieder und gibt neue Kraft.

3. Auch kleinere Erfolge feiern

Menschen neigen dazu, sich eher auf Misserfolge als auf Erfolge zu konzentrieren. Im aktuellen Stadium der Pandemie kann das die ohnehin schon schlechte Situation noch schlechter machen. Um dem entgegenzuwirken, ist es wichtig, die Siege zu feiern, auch die kleinen (besonders die kleinen, um genau zu sein).

Natürlich dürfen wir anstehende Probleme nicht ignorieren. Doch oft verpassen Unternehmen den richtigen Zeitpunkt zum Feiern und es ist schnell zu spät. Wenn Sie Erfolge zu spät oder überhaupt nicht anerkennen, werden Ihre Teammitglieder auf Dauer unzufrieden sein.

Um Erfolge richtig zu feiern, sollten Sie als Vorgesetzter darüber sprechen, was der Mitarbeiter gut gemacht hat. So kann die positive Energie an andere Mitarbeiter weitergegeben werden.

So kommen Sie im Jahr 2021 weiter

Bei der eigenen Weiterentwicklung geht es darum, sich regelmässig mit anderen Kollegen auszutauschen und einen Raum für kreative Ideen zu schaffen. Es geht darum, wiederzuentdecken, was uns bei der Arbeit glücklich macht, und Erfolge zu feiern (grosse wie kleine). Aber vor allem geht es darum zu erkennen, dass die aktuelle Situation nicht ewig andauern und sich der Blues während des Jahres verflüchtigen wird.

Am Blue Monday 2021 – wie auch an den anderen 364 Tagen des Jahres – kommt es für eine glückliche und engagierte Belegschaft vor allem darauf an, miteinander in Kontakt zu treten und die Mitarbeiter zu befähigen, ihren Leidenschaften zu folgen. 2021 sollte das Jahr sein, in dem wir alle den Reset-Knopf drücken und uns daran erinnern, wo und wie wir alle wieder Spass an der Arbeit haben können.

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1 Die monetären Auswirkungen eines Anstiegs oder Rückgangs der Mitarbeitermoral und -zufriedenheit beruhen zwangsläufig auf Schätzungen. Friday Pulse verwendet die besten und zuverlässigsten Informationen, die sowohl aus externen als auch aus eigenen Untersuchungen verfügbar sind, um diese Schätzungen zu erstellen. Hier finden Sie weitere Informationen zur Methodik.

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